Der neue Bericht des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) zeigt deutlich: Die Welt befindet sich in einem neuen Wettrüsten. Europa rüstet massiv auf und Deutschland geht dabei voran. Seit 2022 flossen über 280 Milliarden Euro in die Aufrüstung. Statt auf Diplomatie und Abrüstung zu setzen, investieren immer mehr Regierungen in militärische Stärke.
Doch es bleibt nicht bei der eigenen Aufrüstung: In den vergangenen vier Jahren hat die Bundesregierung Rüstungsexporte in Milliardenhöhe genehmigt, wodurch die deutsche Rüstungsindustrie stark profitierte. Laut SIPRI betrug Deutschlands Anteil am weltweiten Waffenhandel 5,7 %. Damit überholte Deutschland China und liegt wieder auf Platz vier der größten Rüstungsexportstaaten. Besonders problematisch ist, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr Weichen gestellt hat, um Rüstungsexportgeschäfte künftig selbst stärker anzubahnen und staatlich abzusichern.
Desiree Becker:
„Der aktuelle SIPRI-Bericht zeigt, dass Deutschland eine führende Rolle im globalen Wettrüsten spielt. Während andere Branchen wie die Automobilindustrie schrumpfen, boomt die Rüstungsindustrie. Milliarden fließen in Aufrüstung und Waffenexporte, die vor allem Aktionär*innen hohe Gewinne bringen, während andernorts Tod, Leid und Zerstörung entstehen. Dass Deutschland dabei als viertgrößter Waffenexporteur weltweit auf Platz vier steht, sollte keinesfalls Anlass zu Stolz sein, denn die Welt wird dadurch nicht sicherer.“
