Wir wollen, dass junge Menschen in Frieden und ohne Zwang leben können. Doch die Bundesregierung will euch zum Dienst an der Waffe zwingen. Schüler*innen in ganz Deutschland wehren sich bereits und rufen zu Schulstreiks gegen die Wehrpflicht auf. Aber wie geht es jetzt weiter?
Unfollow Bundeswehr
Kommt zu unserem großen Anti-Wehrpflicht-Festival am Samstag, den 13. Juni 2026, im ZK/U in Berlin-Moabit. Das erwartet euch:
Heidi Reichinnek eröffnet um 13 Uhr das Festival.
Danach startet auf drei Etagen das Programm: Abgeordnete der Fraktion bieten interaktive Formate zu Wehrpflicht, Aufrüstung und Militarisierung an. An Gaming-Stationen könnt ihr Anti-Kriegsspiele zocken. Auf der Bühne sprechen Kriegsdienstverweigerer über ihre Erfahrungen. Es gibt einen Graffiti-Workshop und eine Fotoausstellung mit Bildern aus Kriegsgebieten. Und ihr könnt mit Expert*innen über die Verweigerung und den Fragebogen der Bundeswehr sprechen.
Außerdem spielen HeXer, SARAH4K und Yung Pepp LIVE auf der Bühne.
Eintritt und Verpflegung kostenlos.
Kommt vorbei und sagt es weiter!
Sagt euren Freund*innen Bescheid und kommt gemeinsam zum Festival gegen die Wehrpflicht. Dafür könnt ihr hier ein Sharepic herunterladen und das an Freund*innen schicken oder auf euren Socials posten. Nicht vergessen: @dielinkebt taggen!
Gemeinsam gegen die Wehrpflicht! Für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung!
Anwesende MdB:Heidi Reichinnek, Desiree Becker, Anne-Mieke Bremer, Aaron Valent, Nicole Gohlke, Luke Hoß, Tamara Mazzi, Lisa Schubert
Anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Hitler-Faschismus rufen Schüler*innen erneut bundesweit zum Schulstreik gegen die Wehrpflicht auf. Auch in Hessen finden am 8. Mai Aktionen statt. Die Linke unterstützt diesen wichtigen Protest und ruft zur Teilnahme auf, erklärt Desiree Becker, Landesvorsitzende der Partei Die Linke Hessen. „Die Schulen zerfallen, bei der sozialen Arbeit wird gekürzt und für Kultur ist angeblich kein Geld da. Gleichzeitig pumpen Merz, Klingbeil & Co. Milliarden Euro in die Bundeswehr. Es ist klar: Dabei geht es nicht um unsere Sicherheit, sondern um die Machtinteressen der Reichen.
Lasst uns solidarisch mit den Schüler*innen auf die Straße gehen. Alle Zusammen gegen den Faschismus & für den Frieden! Wir sind als Linke solidarisch mit allen Jugendlichen, die sich gegen die Wehrpflicht wehren und staatlicher Repression ausgesetzt sind.
„Die Schüler*innen sind zurecht wütend darüber, dass wir für die Interessen der Reichen auf den Krieg vorbereitet werden sollen“, erklärt Antonia Marquardt, jugendpolitische Sprecherin im Landesvorstand der hessischen Linken. „Der ‚freiwillige‘ Wehrdienst ist nur für jene freiwillig, die auf finanzielle Anreize verzichten können. Die globale Wirtschaftsordnung führt zu militärischen Konflikten, deshalb liegt die Antwort auf Krisen nicht im Zwang, sondern in internationaler Solidarität und sozialer Gerechtigkeit. Statt einer Wehrpflicht brauchen junge Menschen echte Perspektiven, bezahlbaren Wohnraum und eine Ausbildungsvergütung, von der man leben kann. Streikende Schülerinnen und Schüler tun genau das, was ihnen in der Bundeswehr abtrainiert werden soll: Laut und kreativ für die eigene Meinung eintreten.“
„Wenn Union und SPD unsere erkämpften Rechte angreifen, gehen wir am 1. Mai auf die Straße“, erklären Desiree Becker und Jakob Migenda, Landesvorsitzende der Partei Die Linke Hessen. „Seit über 130 Jahren setzen sich Menschen am 1. Mai für gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Gesellschaft ein. Dieser Einsatz ist wichtiger denn je, erleben wir doch aktuell die schärfsten Angriffe der Bundesregierung aufn den Sozialstaat und die Errungenschaften der sozialistischen Arbeiterbewegung. Kürzungen im Sozialbereich, durch Kriege verursachte Preissteigerungen, zu hohe Mieten, Militarisierung und die Wiedereinführung der Wehrpflicht bedrohen uns alle!
CDU und SPD wollen die Arbeitszeiten ausweiten, bei der Gesundheitsversorgung kürzen Überstunden für Unternehmen billiger machen. Das bedeutet mehr Stress, weniger Freizeit und schlechtere Lebensbedingungen für uns alle. Während Milliarden in Panzer und Kampfflugzeuge fließen, wird der Sozialsaat geschreddert. Doch statt endlich die Superreichen mit einer Vermögensteuer angemessen an der Finanzierung des Gemeinwohls zu beteiligen, werden Erwerbslose zu Sündenböcken gemacht.
Am 1. Mai gehen wir in ganz Hessen auf die Straße – für Löhne, die zum Leben reichen, eine soziale Absicherung, die diesen Namen verdient und eine Vermögensteuer für Millionäre und Milliardäre. Wir rufen alle Mitglieder der Linken in Hessen dazu auf, sich an den zahlreichen Kundgebungen des DGB am Tag der Arbeit zu beteiligen.“
Wehrmodernisierungsgesetz: Die Linke fordert vollständige Abschaffung
Desiree Becker, Friedens- und Abrüstungssprecherin, zur aktuellen Debatte um das Auslandsaufenthalt von Männern rund um das Wehrmodernisierungsgesetz:
Die seit dem Osterwochenende aufgeflammte öffentliche Debatte über das Wehrmodernisierungsgesetz und seine Folgen für Auslandsreisen macht deutlich, was Die Linke von Anfang an kritisiert hat: Dieses Gesetz greift massiv in die Freiheitsrechte der Menschen ein.
Laut dem Gesetz müssen Männer zwischen 17 und 45 Jahren staatliche Genehmigungen für längere Auslandsaufenthalte einholen. Wann genau das greift – ob erst bei einer Wehrpflicht oder bereits jetzt – blieb unklar. Diese Maßnahme stellte keine Neuerung dar, sondern war bereits bis zur Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 in Kraft. Dass die Bundesregierung aber nun zurückrudert, ändert nichts an der grundlegenden Problematik. Die unklare Formulierung des Gesetzes ist kein Redaktionsversehen – sie ist Ausdruck einer Regierung, die offenbar selbst nicht weiß, was sie beschlossen hat, und die offensichtlich nicht in der Lage ist, klare Gesetze zu verabschieden.
Die gesamte Fraktion Die Linke hat gegen das Wehrmodernisierungsgesetz gestimmt. Darüber hinaus hat Die Linke beantragt, die Wehrpflicht vollständig aus dem Grundgesetz zu streichen.
„Pflichtmusterungen, drohende polizeiliche Vorführungen und ein erschwertes Verfahren zur Kriegsdienstverweigerung sind keine Kleinigkeiten, die sich mit einem Paragrafen hier oder einer kleinen Korrektur dort lösen lassen. Es geht um grundlegende Freiheitsrechte. Deshalb lehnen wir das gesamte System der Wehrpflicht ab“, so Desiree Becker.
Die Linke wird das Gesetz nicht reparieren – sie fordert seine Abschaffung. Das Wehrmodernisierungsgesetz muss weg, und die Wehrpflicht gehört aus dem Grundgesetz gestrichen.
Während im Nahen Osten Krieg geführt wird und Zivilist:innen leiden, prägt die deutsche Politik ihre Haltung oft mit klaren Narrativen. Doch wie sieht die Realität dahinter aus? Welche Rolle spielen dabei Völkerrecht, Menschenrechte und politische Interessen?
Konflikte eskalieren weltweit und auch die deutsche Außenpolitik steht vor der Frage: Gilt das Völkerrecht universell oder wird es politisch ausgelegt?
Der Jurist und Völkerrechtler Norman Paech kritisiert seit Jahren militärische Interventionen und doppelte Standards. Lea Reisner bringt Perspektiven auf Menschenrechte und die Lebensrealität in Konfliktregionen ein. Desiree Becker analysiert internationale Konflikte und politische Verantwortung.
Gemeinsam diskutieren wir: 👉 Welche Narrative prägen die deutsche Israel-Politik und was blenden sie aus? 👉 Wie verhält sich Deutschland zum Völkerrecht in diesem Konflikt? 👉 Welche politischen Konsequenzen braucht es jetzt?
📅 Dienstag, 28. April 🕕 18:00 Uhr 📍 Prototyp Gießen
Frieden braucht Ehrlichkeit – und politische Konsequenz. ➡️ Komm vorbei, stell Fragen und misch dich ein.
Vom 27. April bis 22. Mai 2026 treffen sich die Staaten der Welt bei den Vereinten Nationen zur Überprüfungskonferenz des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags (NVV). Alle fünf Jahre bewerten die Vertragsstaaten im Rahmen dieser sogenannten Review Conference (RevCon) die Umsetzung des Vertrags. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage ist diese Konferenz von besonderer Bedeutung: Die Kriege im Iran und in der Ukraine verdeutlichen, wie präsent die Gefahr einer Eskalation mit atomaren Waffen weiterhin ist.
Aus diesem Anlass zeigt die Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf in ihrer Veranstaltungsreihe Film+Talk 2030 den Spielfilm „A House of Dynamite“ der Oscar-prämierten Regisseurin Kathryn Bigelow.
Freitag, 17. April 2026, 18:00 Uhr Kino Delphi Lux, Yva-Bogen 10623 Berlin
Spielfilm “A House of Dynamite” USA | 2025 | 113 Minuten | OmU | FSK 12
Der Film Als in den USA von Unbekannten eine einzelne Rakete abgeschossen wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Politik und Militär müssen innerhalb kürzester Zeit herausfinden, wer hinter dem Angriff steckt und wie auf das Ereignis zu reagieren ist.
Mit Idris Elba, Rebecca Ferguson, Gabriel Basso, Jared Harris, Tracy Letts, Anthony Ramos, Moses Ingram, Jonah Hauer-King, Greta Lee und Jason Clarke erzählt Kathryn Bigelow einen spannungsgeladenen Thriller über politische, moralische und menschliche Entscheidungen in einer globalen Krisensituation.
„In der Summe ist A House of Dynamite in erster Linie ein atemberaubender ‚Countdown-zur-Katastrophe‘-Thriller über die politischen, moralischen und menschlichen Entscheidungen, die es in einer solchen Extremsituation zu fällen gilt.“ (epd film, 26.09.2025, Patrick Heidmann)
Das Gespräch
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft statt.
MIt: Sebastian Niemetz von ICAN Deutschland (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons).
Und: Desiree Becker, MdB, Mitglied im Verteidigungs- und Sicherheitsausschuss des Deutschen Bundestages
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